Können Nackenschmerzen Migräne verursachen, die Sie scheinbar nicht loswerden?

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Von Holly Grace Callis | Veröffentlicht am 11. August 2025

Sie greifen sich an die Schläfen, massieren die verspannten Muskeln an der Schädelbasis und schon ist Ihr Nacken da und löst eine weitere Migräneattacke aus. Das ist mehr als ein Zufall: Zahlreiche Studien belegen einen starken Zusammenhang zwischen Migräne und Nackenschmerzen.

Laut einer Studie des Sage Journals treten Nackenschmerzen bei Migränepatienten etwa zwölfmal häufiger auf als bei Menschen ohne Migräne. Wenn Ihre Nackenverspannungen immer wieder zu Migräneanfällen führen, kann es entscheidend sein, zu wissen, wie Sie diesen Teufelskreis schnell und natürlich durchbrechen können.

Warum Nackenschmerzen und Migräne oft Hand in Hand gehen

Der Zusammenhang zwischen Nackenschmerzen und Migräne beruht nicht nur auf Muskelverspannungen. Ihre Halswirbelsäule und Ihr Kopf haben gemeinsame komplexe Nervenbahnen, die Nackenprobleme in ausgewachsene Migräneattacken verwandeln können.

Gemeinsame Nervenbahnen schaffen die Verbindung

Die oberen Halsnerven sind direkt mit dem Trigeminusnerv verbunden, der bei Migräneschmerzen eine wichtige Rolle spielt. Wenn Muskeln und Gelenke im oberen Nackenbereich gereizt oder entzündet sind, können diese Nervenbahnen sensibilisiert werden, wodurch Ihr Gehirn normale Empfindungen eher als Schmerz interpretiert.

Diese Nervenverbindung erklärt, warum Nackenverspannungen oft Migräneattacken vorausgehen. Die Reizung beginnt im Nacken, wird aber von denselben Schmerzzentren im Gehirn verarbeitet, die auch für Migräneschmerzen zuständig sind. Dadurch wird ein Weg geschaffen, über den Nackenprobleme Kopfschmerzen auslösen können.

Muskelspannung verstärkt Schmerzsignale

Verspannte Muskeln in Nacken, Schultern und oberem Rücken erzeugen Triggerpunkte, die Schmerzen direkt in den Kopf ausstrahlen können. Diese Muskelknoten verursachen nicht nur lokale Schmerzen, sondern senden Schmerzsignale aus, die Migränebahnen aktivieren und bestehende Kopfschmerzen verstärken können.

Besonders problematisch sind die subokzipitalen Muskeln, die den Schädel mit den oberen Halswirbeln verbinden. Wenn diese kleinen, aber wichtigen Muskeln angespannt sind, kann dies zu Spannungen führen, die über den Kopf ausstrahlen und so Migräne-Schmerzmuster nachahmen oder auslösen.

Eine schlechte Haltung erzeugt einen perfekten Sturm

Die nach vorne geneigte Kopfhaltung, die in unserer bildschirmlastigen Welt unglaublich häufig vorkommt, belastet Ihre Halswirbelsäule übermäßig. Wenn sich Ihr Kopf aus seiner natürlichen Position über Ihren Schultern nach vorne bewegt, arbeiten die Nackenmuskeln Überstunden, um das Gewicht zu tragen.

Diese ständige Muskelspannung führt zu Entzündungen und Reizungen genau in den Bereichen, die mit den Migränebahnen verbunden sind. Mit der Zeit kann eine schlechte Körperhaltung Sie anfälliger für Nackenschmerzen und Migräneattacken machen, wodurch ein Kreislauf entsteht, in dem sich die beiden Probleme gegenseitig verstärken.

Veränderungen des Blutflusses fügen eine weitere Ebene hinzu

Nackenverspannungen können auch die Durchblutung des Kopfes beeinträchtigen. Verspannte Muskeln können Blutgefäße zusammendrücken und so den Kreislauf verändern, was zur Entstehung von Migräne beitragen kann. Obwohl der genaue Mechanismus noch nicht vollständig verstanden ist, stellen viele Menschen fest, dass eine verbesserte Nackenausrichtung und die Reduzierung von Muskelverspannungen zur Stabilisierung ihrer Migränemuster beitragen.

So erkennen Sie, ob Ihre Migräne mit dem Nacken zusammenhängt

Nicht alle Migräneattacken sind auf Nackenprobleme zurückzuführen, aber bestimmte Muster können Ihnen dabei helfen, zu erkennen, wann Ihr Nacken bei Ihren Kopfschmerzen eine Rolle spielt.

Das Timing ist entscheidend

Nackenmigräne folgt oft einem vorhersehbaren Muster. Sie bemerken möglicherweise schon Stunden oder sogar einen Tag vor dem Auftreten der Migräne Nackensteifheit oder -schmerzen. Diese Nackenbeschwerden dienen als Frühwarnsignal für eine sich anbahnende Migräne.

Achten Sie darauf, ob Ihre Nackenschmerzen regelmäßig vor den Kopfschmerzen auftreten. Wenn Sie die meisten Ihrer Migräneanfälle auf Nackenverspannungen oder -steifheit zurückführen können, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Ihre Halswirbelsäule zu Ihrem Migränemuster beiträgt.

Bewegung macht es schlimmer

Migräne, die durch Nackenprobleme ausgelöst wird, verschlimmert sich oft, wenn Sie Ihren Kopf oder Nacken bewegen. Das Drehen des Kopfes, der Blick nach oben oder unten oder sogar leichter Druck auf die Nackenmuskulatur können Ihre Kopfschmerzen verstärken.

Dies unterscheidet sich von typischen Migräneattacken, die sich bei leichter Bewegung oder leichter Belastung meist verschlimmern, aber nicht unbedingt auf bestimmte Nackenpositionen reagieren. Wenn sich Ihre Kopfschmerzen je nach Haltung oder Bewegung des Halses dramatisch verändern, ist eine Beteiligung der Halswirbelsäule wahrscheinlich.

Standortmuster sind wichtig

Nackenmigräne beginnt oft an der Schädelbasis und strahlt nach vorne über den Kopf aus. Möglicherweise spüren Sie Schmerzen oder Verspannungen im oberen Nackenbereich, die über den Kopf hinauszuwandern scheinen und sich manchmal hinter den Augen oder an den Schläfen festsetzen.

Der Schmerz kann zunächst einseitig sein, je nachdem, welche Seite Ihres Halses sich verspannt oder eingeschränkt anfühlt. Dieses einseitige Muster, das im Nacken beginnt und sich in den Kopf ausbreitet, ist ein klassisches Zeichen für eine Beteiligung der Halswirbelsäule.

Zusammenhänge zwischen Stress und Körperhaltung

Wenn Ihre Migräne regelmäßig auf Stressphasen, Schlafstörungen oder lange Arbeitszeiten am Computer folgt, können Nackenverspannungen das fehlende Bindeglied sein. Stress und eine schlechte Körperhaltung tragen beide zu Verspannungen der Nackenmuskulatur bei, die bei anfälligen Personen Migräneattacken auslösen können.

Achten Sie darauf, ob Ihre Migräne mit Aktivitäten zusammenhängt, die Ihren Nacken belasten, wie z. B. Schlafen in einer unbequemen Position, Arbeiten an einem schlecht eingestellten Schreibtisch oder das Tragen schwerer Taschen. Diese Muster deuten darauf hin, dass Ihr Nacken eine wichtige Rolle bei der Entstehung Ihrer Migräne spielt.

5 Hausmittel, um Nacken-Migräne schnell zu stoppen

Wenn Nackenverspannungen die Ursache für Ihre Migräne sind, können gezielte Maßnahmen zur Korrektur der Halswirbelsäulenausrichtung und der Muskelverspannungen eine deutliche Linderung bewirken.

1. Lösen Sie Nackenverspannungen mit einer Nackenstütze

Sanfte Traktion und Unterstützung der Halswirbelsäule können dazu beitragen, verspannte Muskeln zu entspannen und Nervenreizungen zu reduzieren, die zu Migräneschmerzen beitragen.

Das Thera-Kissen stützt gezielt Ihre Halswirbelsäule, hilft, die richtige Nackenausrichtung wiederherzustellen und Muskelverspannungen zu reduzieren. Sein konturiertes Design dehnt sanft verspannte Nackenmuskeln und unterstützt gleichzeitig die natürliche Krümmung Ihrer Halswirbelsäule.

Verwenden Sie das Kissen 15–20 Minuten lang im Liegen, wenn eine Migräne einsetzt. Die sanfte Lagerung reduziert den Druck auf eingeklemmte Nerven und entspannt die überlasteten Nackenmuskeln. Viele Betroffene stellen fest, dass eine frühzeitige Unterstützung der Halswirbelsäule die Entwicklung einer ausgewachsenen Migräne verhindern kann.

2. Wenden Sie eine gezielte Wärmetherapie an

Eine Wärmetherapie erhöht die Durchblutung verspannter Muskeln und hilft, den Schmerz-Spannungs-Kreislauf zu durchbrechen, der zu Migräneattacken führen kann.

Legen Sie für 15–20 Minuten ein warmes Handtuch, ein Heizkissen oder einen beheizten Nackenwickel auf Ihren oberen Nacken- und Schulterbereich. Konzentrieren Sie sich auf die Schädelbasis und die Oberseite Ihrer Schultern, wo sich häufig Verspannungen ansammeln.

Die erhöhte Durchblutung hilft, entzündliche Substanzen auszuspülen, die die Schmerznerven sensibilisieren können. Wärme hilft auch, die Muskeln zu entspannen und reduziert die mechanische Spannung, die Migräneschmerzen auslösen oder verschlimmern kann.

3. Optimieren Sie Ihre tägliche Körperhaltung

Um einer durch den Nacken ausgelösten Migräne vorzubeugen, muss man sich oft mit den Haltungsgewohnheiten befassen, die die Nackenspannung überhaupt erst verursachen.

Positionieren Sie Ihren Computerbildschirm auf Augenhöhe, damit Sie Ihren Hals nicht nach oben oder unten recken müssen, um ihn zu sehen. Halten Sie Ihr Telefon ebenfalls höher, um die „Text-Nacken“-Position zu vermeiden, die Ihre Halswirbelsäule belastet.

Stellen Sie stündliche Erinnerungen ein, um Ihre Haltung im Laufe des Tages zu überprüfen. Wenn die Erinnerung ertönt, ziehen Sie Ihren Kopf sanft über Ihre Schultern zurück und heben Sie Ihre Brust an. Diese kleinen Korrekturen können die Ansammlung von Spannungen verhindern, die zu Migräneattacken führen.

4. Führen Sie täglich Übungen zur Beweglichkeit des Nackens durch

Regelmäßige Nackenbewegungen helfen, Steifheit und Verspannungen vorzubeugen, die Migräne auslösen können, und sorgen gleichzeitig für einen gesunden Bewegungsspielraum in der Halswirbelsäule.

Sanfte Nackenrotationen: Drehen Sie Ihren Kopf langsam von einer Seite zur anderen und halten Sie die Position jeweils einige Sekunden lang. Dies hilft, die Beweglichkeit Ihrer oberen Halswirbelgelenke zu erhalten.

Kinn einziehen: Ziehen Sie Ihr Kinn zurück zum Nacken und erzeugen Sie so eine leichte Dehnung an der Schädelbasis. Diese Übung stärkt die tiefen Nackenbeuger und wirkt einer nach vorne geneigten Kopfhaltung entgegen.

Schulterblatt-Squeezes: Ziehen Sie Ihre Schulterblätter zusammen und nach unten und halten Sie diese Position 5 Sekunden lang. Dies hilft, die Position Ihrer Schultern zu korrigieren und die Belastung Ihrer Nackenmuskulatur zu reduzieren.

Führen Sie diese Übungen 2-3 Mal täglich durch, insbesondere in Pausen von der Schreibtischarbeit oder nach Phasen mit schlechter Körperhaltung.